Pflanzen im Wasser halten
Der spannende Trend
Wie funktioniert das Ganze?
Du hast den Trend entdeckt: Pflanzen in Glasgefäßen, die nur in Wasser leben. Klingt spannend, oder? Aber wie funktioniert das eigentlich? Und musst du dafür tief in die Tasche greifen oder kannst du dir das Ganze auch selbst zusammenbasteln? Gute Nachrichten: Beides ist möglich!
Übrigens: Im Zusammenhang mit Glasgefäßen gibt es noch einen weiteren Trend: den Flaschengarten. Hierbei wird innerhalb eines verschlossenen Glases ein Mini-Ökosystem angelegt. Anders als bei den Pflanzen in Wasser wird beim Flaschengarten jedoch Erde verwendet und eine Art Miniatur-Garten nachgebaut. Doch nun gehts weiter mit den Pflanzen in Wasser!
Kaufen oder DIY – du entscheidest!
Die einfache Variante: Du kannst dir ein fertiges Set kaufen, bei dem die passende Pflanze gleich in einem schön designten Glas direkt im Wasser wurzelt.
Aber warum nicht einfach selbst kreativ werden? So schwierig ist es nämlich nicht. Und die Vorstellung, deine alte Marmeladengläser-Sammlung endlich sinnvoll zu nutzen, ist doch auch irgendwie spannend, oder?
Welche Gläser kann ich benutzen?
Kurz gesagt: Fast alles, was durchsichtig und aus Glas ist. Hier mal ein kleiner Überblick, wie du deine Küchenschränke auf den Kopf stellen kannst:
- Vasen: Vom Erbstück von Oma bis zur modernen Glasvase – alles geht.
- Marmeladengläser: Die haben wir doch alle irgendwo rumstehen, oder?
- Einfach das Etikett abkratzen, schon sieht’s super aus.
- Weck-Gläser: Ursprünglich zum Einmachen gedacht, aber jetzt der Star deines Pflanzenprojekts!
- Wassergläser: Ja, auch das normale Trinkglas kann zum schicken Mini-Gewächshaus werden.
- Sekt- und Cocktailgläser: Klingt erst mal fancy, aber hey – wie cool sieht das denn aus, wenn deine Pflanze in einem Martini-Glas wächst?
Der DIY-Prozess
Du brauchst nicht viel, um loszulegen. Ein Glasgefäß deiner Wahl, Wasser und eine Pflanze, die das Ganze gut verträgt. Welche das sind, erfährst du gleich. Schneide ein paar Triebe ab, setze sie ins Wasser und voilà – du hast dein eigenes kleines Wasserpflanzen-Ökosystem geschaffen! Kein Schmutz, keine Erde, nur reines, klares Wasser. Wenn du möchtest, kannst du noch Murmeln oder schicke Deko-Steine in das Gefäße geben.
Was sind die Vorzüge dieses Systems?
Zweifelsohne ist es total spannend, wenn man die Pflanzenwurzeln beobachten kann. Zimmerpflanzen in Glasgefäßen sehen sehr ästhetisch aus und dienen uns als besondere Dekoration und einmaligen Eyecatcher.
Zudem ist das Anwurzeln von Stecklingen in Wasser eine super Möglichkeit, Nachwuchs von deinen großen Pflanzen-Moms und Dads zu bekommen. Das Bewurzeln von Stecklingen in Wasser ist eine sichere und einfache Methode und sehr gut für Vermehrungs-Neulinge geeignet.
Was sind die Herausforderungen des Systems und wie kann ich diese lösen?
Für solche unter uns, die es mit dem Lesen eilig haben, kommt hier unsere kompakte Kurzübersicht mit welchen Hürden eine Zimmerpflanze im Wasser umgehen muss:
- Es kann zu Schimmel & Wurzelfäule kommen.
- Es bilden sich grüne Algen.
- Der Sauerstoff, den die Wurzeln zum Atmen brauchen, ist im Wasser knapp.
- Die Wurzeln könnten durch die direkte Beleuchtung langsamer wachsen.
- Die Düngung in reinem Wasser ist was für Profis.
Fazit: Wenn du das Wasser regelmäßig wechselst und auch die Pflanzen nach einer Weile austauschst, kann das Wasser-System auch für Einsteiger gut gelingen. Wenn du Lust hast, tiefer in das Thema einzusteigen, gehen wir nun näher auf die Herausforderungen und die Folgen für unsere Pflanzenschätze ein.
Herausforderung #1: Schimmel und Wurzelfäule
Schimmel und Wurzelfäule – du denkst vielleicht: „Ach, das ist doch Wasser, da passiert nichts.“ Aber nope, Schimmel und faule Wurzeln sind immer bereit, sich in deinem hübschen DIY-Pflanzenprojekt breit zu machen. Also, wie kommt es dazu, und vor allem: Was kannst du dagegen tun?
In der Welt der Wurzelkrankheiten gibt es viele Übeltäter, aber der wahre Schurke in diesem Szenario heißt Pythium. Das sind sogenannte Eipilze, die Wurzelfäule auslösen können. Pythium spp. schwimmen gerne im Wasser und tummeln sich daher auch in solchen Systemen. Sobald sie die sowieso schon durch Sauerstoffmangel gestressten Pflanzenwurzeln angreifen, kann das schnell in einem traurigen Pflanzenabschied enden.
Jetzt zum Schimmel. Klingt zwar wie das Problem von altem Brot, aber auch dein System kann davon betroffen sein. Schimmel bildet sich besonders gerne, wenn zu viele organische Stoffe im Wasser herumschwimmen. Diese entstehen automatisch durch die Pflanzenwurzeln, die organische Verbindungen an das Wasser abgeben. Auch Blätter deiner Pflanze, die sich im Wasser befinden sowie die entstehenden Algen sorgen für einen Schimmel-Nährboden.
Lösung: Wenn du nicht willst, dass deine Pflanze den „faulen“ Weg geht, hier ein paar goldene Regeln:
- Frisches Wasser: Wechsel das Wasser ca. einmal die Woche, um Wurzelfäule zu verhindern.
- Schneide mit Stil! Stecklinge sollten mit einem scharfen Messer und nicht mit einer Schere geschnitten werden. Die Schere quetscht nämlich die Stängel, was den Fäulnisprozess so richtig in Gang bringt. Zudem empfehlen wir dir, den Steckling dann noch 1–2 Stunden leicht antrocknen zu lassen, denn so bildet sich eine feine Schutzschicht gegen fiese Keime. Aber nicht zu lange trocknen lassen – der Steckling sollte immer noch genug Feuchtigkeit haben, um gut Wurzeln zu bilden!
- Nur die Wurzeln gehen schwimmen: Lass wirklich nur die Wurzeln im Wasser – die grünen Pflanzenteile sollten da nix zu suchen haben! So verhinderst du die gruselige Schimmelbildung.
Herausforderung #2: Die Algenbildung
Ein Nachteil von lichtdurchlässigen Gefäßen ist, dass es zur Bildung von Algen an den Wurzeln kommen kann, insbesondere, wenn sich die Wurzeln dauerhaft oder zeitweise im Wasser befinden. Diese Algen stehen mit deinem Grünling in Konkurrenz um den Sauerstoff und die Nährstoffe im Wasser, wodurch sie deine Zimmerpflanze schwächen können. Zudem sind die Algen schwierig wieder zu entfernen und mal ganz ehrlich: so hübsch anzusehen sind sie auch nicht, oder?
Lösung: Auch hier wird deutlich, dass der regelmäßige Wasserwechsel wichtig ist. Wenn das Wasser sich grünlich (durch Algen) oder bräunlich (durch ausgeschiedene Stoffe der Wurzeln) färbt, sollte es dringend gewechselt werden. Dabei ist es wichtig, dass du auch das Gefäß ordentlich reinigst und die Pflanzenwurzeln unter fließendem Wasser abspülst. Die Algen lagern sich leider auch an den Wurzeln an und sind dann schwer zu entfernen. Sind sie einmal vorhanden, breiten sie sich auch nach einem Wasserwechsel schnell wieder aus.
Wir empfehlen dir daher, die Pflanze spätestens dann, wenn ihre Wurzeln von den grünlichen Algen belagert sind, in mineralisches Substrat oder Blähton zu topfen (eine Umstellung von Wasser auf Erde ist für die Pflanze schwieriger) und das Glasgefäß mit einem neuen Steckling auszustatten. So entsteht ein rotierendes System, bei dem eine Pflanze nie zu lange im Wasser steht.
Wusstest du, dass …
… Algen Trauermücken anziehen? Deren Larven ernähren sich von den Algen. Doppelt doof.
Herausforderung #3: Sauerstoffmangel im Wasser
Sauerstoff ist nicht nur für uns Menschen überlebenswichtig – auch Pflanzen brauchen ihn, und zwar besonders ihre Wurzeln. Wenn du jetzt an deine Lieblingszimmerpflanze im Wasser denkst und dir vorstellst, dass sie da so glücklich blubbert – halt mal kurz inne! Denn da lauert die dunkle Bedrohung: Sauerstoffmangel! Das bedeutet, dass den Wurzeln der Sauerstoff ausgeht, was in der Welt der Pflanzen ungefähr so spaßig ist wie eine Schluckaufattacke während eines wichtigen Meetings. Das Sauerstoffangebot im Wasser ist nämlich deutlich niedriger als in der Luft bzw. in den Poren von Erde oder Substrat. Die durch den Lichteinfall entstehenden Algen verbrauchen die ohnehin sehr begrenzte Sauerstoffmenge noch weiter.
Wenn Pflanzenwurzeln in den Sauerstoff-Notstand geraten, geht bei deinen grünen Freunden so einiges schief:
- Rückgang der Photosynthese: Dein Pflanzen-Buddy legt nur noch einen gemütlichen Wachstumsgang ein – nichts mit großem Pflanzen-Sprint!
- Blassere Blattfarben: Die Blätter verlieren ihre satte Farbe und sehen eher nach müdem Zimmerpflanzen-Selfie aus.
- Mini-Blätter: Eine Studie an Pappeln zeigte, dass sich die Zellwände nicht mehr richtig dehnen können, wenn die Wurzeln keinen Sauerstoff haben. Das Ergebnis: die Blätter sind um satte 35 bis 60 % kleiner als normal!
- Wurzeln in Slow-Motion: Die Wurzelentwicklung schaltet einen Gang runter – weniger Wurzeln, weniger Wachstum.
- Transpiration im Schneckentempo: Die Verdunstung der Blätter wird bei Sauerstoffmangel an der Wurzel reduziert.
- Blütenflaute und Früchte-Frust: Weniger Blüten und Früchte, und wenn doch mal was wächst, sind die Früchte eher Snack-Format.
Nice to know: Junge Pflanzen scheinen etwas besser mit einem Sauerstoffmangel an den Wurzeln umgehen zu können als ältere Pflanzen. Daher empfehlen wir dir, vorwiegend Stecklinge oder Jungpflanzen für deinen Wasser-Versuch auszuwählen.
Lösung: Auch an dieser Stelle können wir sehen, dass ein dauerhafter Aufenthalt deiner Zimmerpflanze in Wasser schlecht für sie wäre. Hier haben wir also ein weiteres Pro-Argument für ein rotierendes System, bei dem du die Pflanze im Wassergefäß alle paar Wochen austauschst. Der wöchentliche Wasseraustausch ist also auch wichtig, um deiner Zimmerpflanze wieder frischen Sauerstoff zur Verfügung zu stellen. So verhinderst du, dass ihr die Puste ausgeht!
Herausforderung #4: Die Wurzel erhält Licht
Während die Stängel und Blätter im Hellen wachsen, befinden sich die Wurzeln von Pflanzen normalerweise im Dunkeln. Wenn Pflanzenwurzeln dem Licht ausgesetzt sind, wie das bei Glasgefäßen der Fall ist, so ist das unnatürlich für sie. Denn wenn Pflanzenwurzeln im Hellen wachsen, bedeutet dies Stress für Pflanzen. Wurzeln reagieren nämlich sehr empfindlich auf Lichteinwirkung.
Welche Auswirkungen hat Licht auf die Wurzeln?
Forschende haben herausgefunden, dass eine direkte Wurzelbeleuchtung …
- … die Wurzelgestalt verändert.
- … das Wurzelwachstum reduzieren kann. Die Hauptwurzellänge war in Studien bis zu einem Viertel geringer als bei Wurzeln, die im Dunkeln gewachsen sind.
- … das Hormon-Gleichgewicht der Pflanze verändern kann.
- … die Empfindlichkeit der Wurzel gegenüber Salz und niedrigem Stickstoffgehalt erhöhen kann.
Wir können daran erkennen, dass Wurzeln eine direkte Beleuchtung als Stress empfinden. Beachte jedoch, dass verschiedene Pflanzenarten nicht unbedingt in gleicher Weise auf Licht an den Wurzeln reagieren. Weitere Infos zu dem Thema sowie zur Verwendung von transparenten Pflanztöpfen findest du hier: Sind transparente Töpfe sinnvoll?
Wenn die durchsichtigen Gefäße in der heißen Jahreszeit der Sonne ausgesetzt sind, kann es zudem dazu kommen, dass sich der Wurzelballen aufheizt und die Temperatur an den Wurzeln zu hoch steigt. Auch das kann deinem Grünling schaden.
Lösung: Je nach Größe deines Gefäßes kannst du ein Stück Stoff drüber spannen – zum Beispiel das Bein einer alten Strumpfhose oder Leggings. Das hat gleich zwei Vorteile: Erstens kriegen die Wurzeln weniger Licht ab, und zweitens wird die Algenparty im Glas ausgebremst. Nachteil: Dein DIY-Projekt sieht dadurch vielleicht nicht mehr ganz so schick aus. Aber hey, wenn der Steckling oder die junge Pflanze für ein paar Wochen Licht an die Wurzeln bekommt, ist das auch kein Drama. Also haben wir hier noch einen weiteren Pluspunkt für das regelmäßige Austauschen deiner Pflanzen im Wasserglas!
Herausforderung #5: Nährstoffversorgung und Wasserqualität
Das mit dem Düngen ist in diesem System so eine Sache. Wasser speichert keine Nährstoffe – anders als z.B. Erde. Daher brauchst du viel weniger Dünger als bei Pflanzen, die in Erde stehen. Zudem entsteht ein Nährstoffmangel oder -überschuss schneller als in Erde. Und Achtung: Die Wasserqualität spielt auch eine Rolle! Zu viel Kalk im Wasser? Auf Dauer keine gute Idee für deine grünen Mitbewohner.
Eine Pflanze dauerhaft im Wasser zu halten und dabei prächtig wachsen zu lassen, ist also eher was für die Profis unter uns.
Lösung: Wenn deine Pflanze ein paar Wochen lang nicht die perfekte Nährstoffversorgung bekommt, ist das kein Weltuntergang. Nach dem kurzen Wasser-Urlaub kannst du sie einfach eintopfen (am besten in mineralisches Substrat oder Blähton) und eine neue Pflanze ins Wasser setzen. Falls dein Pflänzchen aber doch mal länger im Wasser bleibt, kannst du etwa 10–20 % der auf der Flüssigdünger-Packung angegebenen Menge ins Gießwasser mischen. Aber Vorsicht: Ein leichter Nährstoffmangel ist immer noch besser als eine Überdüngung – hier gilt also „weniger ist mehr“. Unser Tipp: Teste das am besten erst mal mit einer Pflanze, an der du nicht so sehr hängst, oder mit dem Steckling, den du von einer deiner fitten Zimmerpflanzen geschnitten hast.
Welche Pflanzen dürfen ins Wasser und welche besser nicht?
Nicht alle Pflanzenarten sind für den Trend geeignet. Wir haben eine Faustregel für dich: Je dicker die Blätter sind, desto weniger ist die Pflanze geeignet. Ein Beispiel hierfür: Eine zarte Syngonium ist deutlich besser geeignet als ein Geldbaum. Der sukkulente Geldbaum würde im Wasser ziemlich schnell verfaulen.
- Beispiele für Pflanzenarten, die du auf einen Tauchgang schicken kannst: Alocasia, Basilikum, Calathea (Goeppertia), Cyrtosperma, Efeututen, Grünlilien, Syngonium.
- Beispiele für Pflanzenarten, die lieber im Trockenen bleiben: Alle Kakteen, Sukkulenten, Sansevieria, die meisten Hoya-Arten, Pflanzen mit dickem Caudex also z.B. Stephania, Elefantenfuß und Schildkrötenpflanze oder Zimmerpflanzen mit Knollen wie z.B. Caladium.
Zusammengefasst: Wie gelingt mir der Trend?
- Verwende Stecklinge statt größeren Pflanzen: Zur Bewurzelung von Stecklingen ist eine Kultur in Wasser gut geeignet. Junge Pflanzen kommen in Wasser deutlich besser zurecht als ältere, die bereits in Erde standen. Schneide die Stecklinge mit einem scharfen Messer, statt mit einer Schere und lasse sie 1-2 Stunden antrocknen, bevor du sie ins Wasser stellst.
- Rotierendes System: Wir raten dir ab, deinen Zimmerpflanzen-Buddy dauerhaft in Wasser zu stellen. Denn das führt zu einem verringerten und schlechten Wuchs für ihn und zu einem hohen Reinigungsaufwand für dich. Ideal ist es, wenn du einen Steckling für einige Wochen bewurzelst und dann durch einen neuen Steckling ersetzt. So hast du auch immer tolle Geschenke für deine Lieben.
- 1x wöchentlich frisches Wasser: Durch den Wasserwechsel sorgst du für frischen Sauerstoff, entfernst Algen und reduzierst die Wurzelfäule- und Schimmelgefahr. Reinige dabei auch das Gefäß und spüle die Wurzeln sanft ab.
- Keine Blätter im Wasser: Um Schimmel und Fäulnis zu vermeiden, ist es wichtig, dass du deinen Steckling so positionierst, dass keine Blätter im Wasser sind.
- Die richtige Pflanze auswählen: Verwende keine Kakteen und Sukkulenten. Wir empfehlen dir, keine teuren Pflanzen für den Versuch auszuwählen oder Pflanzen, an denen du zu sehr hängst. Die Gefahr für Enttäuschungen ist sonst zu groß. Verwende am besten Stecklinge von einer deiner großen Zimmerpflanzen. Wenn dieser abstirbt, hast du immer noch die Mutterpflanze und kannst neu starten.
Tipps für einen langfristigen Wasser-Aufenthalt
Wenn du deine Zimmerpflanze dennoch gerne langfristig in einem Wassergefäß halten möchtest und der erhöhte Aufwand für Wasserwechsel und Reinigung dir nichts ausmachen, haben wir hier ein paar Anregungen für dich:
- Sauerstoffzufuhr erhöhen: Du kannst dir eine kleine Luftpumpe mit einem Belüftungsstein aus dem Aquarienbedarf zulegen. Der Stein wird auf dem Boden des Glasgefäßes gelegt und mit einem dünnen Schlauch versehen, den du an der Pumpe befestigt. Nun wird Sauerstoff in das Wasser abgegeben, wodurch dein Grünling besser wachsen kann. Das System kostet sehr wenig, du benötigst allerdings eine Steckdose in der Nähe des Glasgefäßes.
- Wasserqualität und Düngung: Wir empfehlen dir ein EC-Messgerät. Dieses misst den Nährstoffgehalt im Wasser und den pH. Zudem ist es wichtig, dass du in Erfahrung bringst, wie hart das Leitungswassers in deiner Region ist. Das kannst du zumeist durch Googlen rausfinden. Der Wert ist in Grad deutsche Härte (°dH) angegeben.
- Hygiene: Das Hinzufügen von Wasserstoffperoxid kann in manchen Fällen helfen, um Algenbildung und Schaderreger fernzuhalten. Informiere dich über die Konzentration und Häufigkeit der Anwendung.
Pflanzen im Wasser sehen nicht nur toll aus, sie sind auch eine spannende Möglichkeit, dein Zuhause zu dekorieren. Mit ein paar einfachen Tricks und einem wöchentlichen Wasserwechsel hast du lange Freude an deinen grünen Freunden.
Klar, ein bisschen Pflege brauchen sie schon, aber der Aufwand lohnt sich. Und falls doch mal was schiefgeht – keine Sorge, einfach einen neuen Steckling schneiden und weitermachen! Jetzt weißt du, wie der Trend funktioniert, also nichts wie los und probiere es selbst aus!
Literaturverzeichnis
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